
In meiner Umgebung habe ich bis heute nur wenige Europawahl-Wahlplakat der Linken wahrgenommen, aber das Internet kennt bereits alle. Wie eigentlich nicht anders zu Erwarten schneidet die Linke auf ihren Plakaten dieselben Themen an, wie bei fast jeder Wahl. Die Slogans lauten dieses Mal:
- „Millionäre zur Kasse“
- „Freiheit, Gleichheit“
- „Mindestlohn Europaweit“
- „Raus aus Afghanistan“
Hinzu kommen noch zwei Plakate: Eines mit dem Slogan „Konsequent sozial“, dem Standard-Werbespruch der Linken, und ein Plakat mit Spitzenkandidat Lothar Bisky.
Auffällig ist bei den Plakaten der Linken, dass sie – im Gegensatz zu Plakaten anderer Parteien- auch das Logo ihrer Europapartei (in diesem Fall Europäische Linke bzw. European Left) tragen.
Die Plakate der Linken sind, anders als die der Grünen, klar als Wahlplakate zu erkennen. Man kann sie auch sofort der Linken zuordnen. Design und Aufmachung entsprechen dem Corporate Design der letzten Plakate. Dieses Mal sind sie jedoch blau, nicht rot. Dadurch wirken die Plakate weniger aggressiv- aber auch etwas ungewohnt, vielleicht sogar unpassend zur Linken.
Natürlich hat die Linke auch einen TV-Spot:
Hier kommen „normale Menschen“ zu Wort. Zwischendurch rein geschnitten: Lafontaine, Gysi und Bisky. Hat die Linke eigentlich noch andere Politiker? Das nur so am Rand…
Im Video wird versucht die Brücke zu schlagen von den Protesten auf der Straße (die Bilder sind übrigens meist von Demos, die die Linke nur mit veranstaltet hat) zur Opposition Die Linke. Spätestens bei der Einstellung zu Opel und dem Moment in dem das Kind spricht, ist mir der „Arbeiterzorn“ allerdings zu dick aufgetragen.
Fazit: Sowohl im Video als auch auf den Plakaten macht die Linke ihre Positionen deutlich. Dabei ist sie gewohnt aggressiv (wenn auch die Farbgebung das dieses Mal nicht unterstreicht). Die Inhalte kommen somit klar rüber. Ob diese richtig sind oder falsch, darüber kann man streiten. Aber genau darum geht es in Politik ja auch. Fachlich ist also nichts auszusetzten, mich persönlich sprich die Kampagne gleichwohl nicht an.
Bisherige Wahlkampfanalysen: SPD, Grüne
Als nächstes: CDU/CSU
Hinweis: Wahlwerbung gibt es viele und fast täglich neue. Dieser Beitrag erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und/oder Richtigkeit.
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