Nur kurz zum Herrn Sarrazin…
8. Oktober 2009
…eigentlich ist es mir zu blöd zu den populistisch-einseitigen Aussagen des Herrn Sarrazin etwas zu schreiben. Aber eine Gegenfrage stellte sich mir eben auf dem Campus schon:
Wenn Türken kaum eine produktive Funktion in Deutschland einnehmen sollten, warum höre ich dann auf der Hochschule in Darmstadt so viel Türkisch? Die Leute die da rum laufen haben und Türkisch sprechen haben eine Hochschulzulassung (Abitur) und einen Studienplatz! Den Studiengang Obst- und Gemüsehandel gibt es an meiner Hochschule auch nicht!
Entry Filed under: Gesellschaft und Umwelt. Schlagworte: Abitur, Darmstadt, Deutschland, Hochschule, Integration, Nur kurz zum Herrn Sarrazin, Türken.
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1.
Benno | 8. Oktober 2009 at 15:22
Meine Meinung zum Thema:
Der Rassist im Vorstand der deutschen Bundesbank
http://direkteaktion.over-blog.de/article-36904445.html
2.
Artur | 9. Oktober 2009 at 08:43
Dem seine Meinung (Sarrazin) mag ich gar nicht. Ist doch unterirdisch.
3.
wolfram | 29. Oktober 2009 at 19:29
Sicherlich ein schwieriges Thema, gerade in dem Land, das sich immer seiner Vergangenheit stellen muß, aber es hilft auch nicht weiter, wenn wir die nun nicht zu verleugnenden Probleme immer wieder versuchen, zu verniedlichen!
Provokante Äußerungen sollten nicht immer nur mißverstanden werden, sondern als Anlass genommen werden, sich offensiv mit den Problemen der nicht gelungenen Einbürgerung zu vieler Ausländer zu beschäftigen.
Ich denke, mehr wollte der Autor nicht und die Reaktionen diese zeigen mir, das er Recht hat.
Sicherlich ist es gut und richtig, viele ausländische Studenten hier in diesem Land zu haben, als Gegenbeweis aber, das wir keine Integrationsprobleme haben, taugt das nicht.
Warum sprechen die auf dem Kampus denn alle Türkisch?, sicherlich kein Zeichen einer gelungenen Integration.
Die Wirklichkeit bitte anschauen in Berlin-Neu-Kölln, Marxloh etc.
Vielleicht verstehen wir dann besser, was Herr Sarrazin kritisiert hat.
4.
Andreas | 29. Oktober 2009 at 20:56
@Wolfram:
Sie sprechen türkisch, weil sie es können. Sicher sprechen Deutsche Erasmus-Studenten in paris untereinander auch Deutsch…
Zurück zu den Türken in Darmstadt: Würden sich nicht genauso viel Deutsch können, könnten sie nicht studieren. Bei BoE-Studiengängen kommt im gleichen Maße noch Englisch hinzu.
Natürlich gilt das eine nicht als Gegenbeweis für das andere, wohl aber dafür, dass eine pauschalisierende Aussage gegen Türken und Arabern, denen dann ein „niedriger IQ als osteuropäischen Juden“ im Interview zugeschrieben wird, an der Sache vorbei geht.
Schauen wir uns die „Debatte“ doch an: Keine Ernsthaften Vorschläge zur Integration nur Strohfeuer. Und derjenige der das Heu angezündet hat bekommt zwei Geschäftsbereiche abgenommen- aber dafür genauso viel Geld. Nach der Logik sollte ich auch mehr provozieren^^
Was gefragt ist, ist ernshafte Integration. Dem Wortlaut nach übernehmen aber auch wir Deutsche dann etwas von den anderen. Daran mangelt es in Deutschland doch gewaltig. Warum darf eine Frau teilweise kein Kopftuch tragen, ich aber wenn ich will ein Baseball-Cappy. Sogar falsch rum? Warum haben Leute mit ausländischen Namen deutlich schlechtere Job-Chancen.
Ich weiß nicht was Henne und was Ei ist, aber man kann genauso gut fragen: Warum fühlen sich Ausländer in Deutschland teilweise so unwohl, dass sie sich in Stadtteilen zusammenschließen um eine kleine eigene Welt zu haben? Das sind Fragen über die man reden sollte, das Sarrazin etwas zu dieser Debatte beigetragen hat sehe ich nicht, ganz im Gegenteil.