Neulich beim Tanken, wurde mir ein Flyer von Arktik (hier) in die Hand gedrückt, der mich durchaus interessierte. Zusammengefasst geht es um folgendes: Man kann sich eine Arktik-Karte bestellen, mit der man seine Tankgänge bezahlt. Zusätzlich zu den Tankkosten werden einem 2 Cent pro Liter abgebucht, die den verfahrenen CO2-Ausstoß mit Klimaprojekten ausgleichen sollen. Dies geschehe angeblich sehr genau und damit das möglich sei, gäbe auch der Tankstellenbetreiber JET 2,5 Cent pro Liter dazu.
Anfürsich eine gute Idee wie ich finde. Zwei Cent sind nicht so viel. Klar wenn zwei Tankstellen nah aneinander stehen schaut man auf den Preis und entscheidet sich auch aufgrund nur eines Cents Unterschied. Aber wenn man damit etwas Gutes tut, sind ein paar Cent mehr etwas anderes (oder sollten das sein). Natürlich, noch besser wäre es, den Nahverkehr zu nutzen, aber das ist nicht immer problemlos möglich und da täte es eigentlich gut, sein Gewissen ein wenig beruhigen zu können: Man würde sich ja zumindest bemühen, den Schade auszugleichen. Nun jedoch das große aber:
Zwei Dinge stoßen mir bei der Kampagne auf und lassen mich vermuten, dass es weniger um Umweltschutz, als um wirtschaftliche Interessen geht. Zum einen kostet die Karte zum klimaneutral-tanken eine monatliche Grundgebühr. Laut Aussage des Betreibers ist das, um die Betriebskosten zu decken. Das kann zwar gut stimmen, stößt mir aber trotzdem, vor allem wegen der zu erteilenden Einzugsermäßigung (Die Karte dient vollkommen zum bezahlen, nicht nur als eine Art „Rabattkarte“), negativ auf.
Noch negativer finde ich aber, dass bisher nur eine Tankstellenkette, Jet, mit Arktik zusammenarbeitet. Will man als Autofahrer also wirklich „klimaneutral“ unterwegs sein, muss man immer bei JET tanken. Und genau in dem Punkt wird aus dem Umweltinteresse wohl eher ein Geschäftsinteresse.
Mein Fazit: Natürlich kann man nicht einfach hingehen und denken, etwas mehr Geld hier macht das wieder gut, was ich wo anders, sei es durch Faulheit oder andere Gründe, in der Welt verdrecke. Trotzdem ist der Ansatz ein guter. Wenn es gelingen würde mehrere Tankstellen-Ketten als Partner zu gewinnen, wäre ein guter Schritt gemacht. Dann kann man als Autofahrer sich selbst zügeln. Wenn man weiß, unnötige Fahrten gemacht zu haben oder generell sein „CO2-Konto“ ausgleichen möchte, unterstützt man die Aktion beim Bezahlen mit und tut etwas Gutes, muss aber nicht vorher eine spezielle Tankstelle suchen.
Ob dieser Schritt jedoch gegangen wird, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß wird es eher vergleichbare „Gegenaktionen“ geben. Dabei sollte doch zumindest beim Umweltschutz der Wettbewerbsgedanke einmal außen vor bleiben. Das zumindest, hat der Klimagipfel von Kopenhagen eindrucksvoll bewiesen.
Aller Anfang ist schwer. Ich wünsche Arktik Erfolg mit der Aktion, weil jede Kompensation ist besser als keine Kompensation!
Daisy, Bob und die klirrende Erdwarmerung
http://freidemzen.wordpress.com/2010/01/17/daisy-bob-und-die-klirrende-erdwarmerung/
Stellt euch vor: alle warten auf die „Erderwärmung“ und es kommt einfach keine! Das Wetter bleibt gleich und die Erderwärmung scheint bis auf Weiteres verschoben! Uns wurden aber subtropische Zustände versprochen! Im Tank-Top durch den sonnigen Januar und die Meeresbrise am palmenumstandenen Strand im heißen Süddeutschland, umspült vom nahezu brodelnden, ehemaligen Arktis- und Gletschereises. Jetzt im Winter gerade, wäre das natürlich besonders schön! Aber nichts da! Weit und breit nur normales Wetter, wie gewohnt. Leise rieselt der Schnee! Und es will einfach partout nicht wärmer werden! Wir wurden betrogen! Haben alle unsere Alaska-Jacken verbrannt und durch Badehosen und Bikinis ausgetauscht.
Gruß Kaffee