Gute kriegen einen Link, Böse werden geguttenbergt?
2. Januar 2012 at 21:33 Hinterlasse einen Kommentar
Gerade las ich Stefan Niggemeiers Artikel „Wulff und die “Bild”-Zeitung: Das Band ist zerschnitten“ auf Spiegel Online. Offenbar ist das Band aber nicht nur zwischen Wulff und Bild zerschnitten, sondern auch zwischen Spiegel und Bild.
Denn es fällt auf: Im Text, in dem es darum geht, wie wohl die Nachricht vom Chritian Wulff auf Kai Diekmanns Anrufbeantworter an FAZ und SZ gekommen ist, gibt es externe Links auf Beiträge der beiden genannten Tageszeitungen. Das ist (leider) eher unüblich, das „Große“ sich untereinander verlinken. Einen Link zur Bild findet man im Text jedoch nicht. Zumindest keinen richtigen.
Die Erklärung der Bild „in eigener Sache“ ist im Beitrag nämlich sehr wohl verlinkt, aber nicht zu bild.de sondern auf ein Vollzitat innerhalb von Spiegel Online. Dies ist ein eigener Beitrag in dem es einen Teaser gibt und danach einzig die zitierte Stellungnahme der Bild. „SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Erklärung im Wortlaut“, heißt es.
Ich weiß nicht, ob es sich um eine Entscheidung des Autors (und Bildblog-Gründers) handelt oder ob es redaktionelle Linie bei Spiegel Online ist/war. Auf jeden Fall finde ich es bemerkenswert. Gedruckt macht so etwas ja Sinn. Online halte ich es aber für eine sehr billige Möglichkeit, das eigene Angebot und damit die Klickzahlen zu vergrößern. Es mag rechtens sein, aber die feine englische Art ist es sicher nicht.
Oder was meint ihr?
PS: WDR 5 hat übrigens ein sehr amüsantes Spaß-Audio gemacht. Der Anrufbeantworter von Kai Diekmann. Enjoy!
Eintrag abgelegt unter Medien und Journalismus. Tags: Bild, Diekmann, Journalismus, Niggemeier, Spiegel-Online, Wulff.

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