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	<title>Andreas Grieß // Blog</title>
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		<title>Andreas Grieß // Blog</title>
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		<title>Dieses Blog zieht um&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 17:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogintern]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stammleser werden es schon bemerkt haben: Die Schlagzahl der Blogposts hier hat deutlich abgenommen in den letzten Monaten. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen poste ich schon länger vieles, dass ich vor Jahren noch alleine hier geschrieben hätte &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2013/03/17/dieses-blog-zieht-um/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4534&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stammleser werden es schon bemerkt haben: Die Schlagzahl der Blogposts hier hat deutlich abgenommen in den letzten Monaten. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen poste ich schon länger vieles, dass ich vor Jahren noch alleine hier geschrieben hätte unter der Dachmarke meines Projekts <a href="http://www.youdaz.com" target="_blank">YOUdaz.com</a>. Zudem bin ich seit Mitte letzten Jahres kein Student mehr, sondern ganzzeiitlich (was nicht gleichbeudetend mit vollzeitig ist) in journalistischen Tätigkeiten unterwegs. Einiges, aus dem früher ein Blogpost geworden wäre, wird heute zu einem Beitrag auf <a href="http://www.meedia.de" target="_blank">Meedia</a> oder an anderer Stelle.</p>
<p>Hinzu kommt, dass ich schon seit einiger Zeit unzufrieden damit bin, dass mein Blog bei WordPress.com gehostet ist. Das war damals, als ich noch keine Ahnung von PHP hatte, bequem. Mittlerweile habe ich einige Seiten aufgesetzt. WordPress.com hat sich seitdem in meinen Augen verschlechtert, was die Bedienbarkeit angeht. Hinzu kommt, dass mittlerweile Werbung eingebunden ist. Und Beispiele wie Posteours oder Google Reader zeigen, dass ein Dienst auch schnell eingestellt werden kann und dann steht man mit leeren Händen da.</p>
<p>Weiterhin will ich aber eine eigene Plattform haben, auch wenn ich sie seltener nutze. Einiges passt eben nicht auf YOUdaz.com und einiges sollte dadurch, dass es unter meinem &#8220;Dach&#8221; erscheint, noch deutlicher als meine Meinung gekennzeichnet sein. Deshalb habe ich mich entschlossen meinen Blog in meine Website zu integrieren.</p>
<p>Ich habe mich dagegen entschieden, dies in einem eigenen WordPress oder eigenen Theme stattfinden zu lassen, da ich glaube, die Trennung zwischen Blogposts, Artikeln aus meinem Privatleben, meinem Sport und Neuigkeiten aus dem Job braucht nicht zu stark unterstrichen werden. Außerdem sind die Blogposts ja auch Teil der Marke &#8220;Andreas Grieß&#8221;, welche meine Website zeigen soll. Deshalb ist das Blog nun eine &#8220;Kategorie&#8221; auf meiner Seite.</p>
<p>WordPress macht es einem recht einfach: Das Blog hat eine eigene Index-Seite, im Widget-Bereich sind die Beiträge separat aufgelistet und wer möchte, kann auch den RSS-Feed meiner Blogeinträge abonnieren, ohne mit Berichten von Wettkämpfen oder Umzügen behelligt werden zu müssen. Wer alles in seinen Reader haben will, kann aber auch alles abonnieren.</p>
<p>Ich hoffe, meine Leser von hier bleiben mir treu. Die alten Beiträge bleiben hier stehen, die aus diesem Jahr sind auch &#8220;drüben&#8221; zu finden und alle Neuen künftig nur noch dort. Die URL <a href="http://blog.andreasgriess.de" target="_blank">blog.andreasgriess.de</a> verlinkt ab sofort direkt auf das &#8220;neue&#8221; Blog, sprich die entsprechende Kategorie auf meiner Website. Den Feed müsst ihr neu einpflegen, er lautet: <a href="http://www.andreasgriess.de/category/blogbeitrag/feed/" target="_blank">http://www.andreasgriess.de/category/blogbeitrag/feed/</a></p>
<p>Ach ja: Flattrn könnt ihr mich auch drüben weiter. Für die Abonnenten: Der Hauptbutton bleibt der selbe.</p>
<p>PS: Auf meiner Seite gab es noch ein paar andere Updates, dazu schreibe ich dort die Tage etwas.</p>
<p>PPS: Schade ist es eigentlich nur um das Header-Bild. Aber das bleibt ja bei Twitter bestehen.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/blogintern/'>Blogintern</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4534/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4534/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4534&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Vortrag bei der Social Media Week Hamburg</title>
		<link>http://griess.wordpress.com/2013/02/12/vortrag-bei-der-social-media-week-hamburg/</link>
		<comments>http://griess.wordpress.com/2013/02/12/vortrag-bei-der-social-media-week-hamburg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2013 22:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien und Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Allen Hamburgern und allen Besuchern der Social Media Week Hamburg ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Am Dienstag, den 19.02. bin ich beim Pannel &#8220;Öffentlichkeit im Wandel &#8211; Next Media&#8221; dabei und halte für 30 Minuten einen kurzen Vortrag zum &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2013/02/12/vortrag-bei-der-social-media-week-hamburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4532&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Allen Hamburgern und allen Besuchern der Social Media Week Hamburg ein kurzer Hinweis in eigener Sache:</p>
<p>Am Dienstag, den 19.02. bin ich beim Pannel &#8220;Öffentlichkeit im Wandel &#8211; Next Media&#8221; dabei und halte für 30 Minuten einen kurzen Vortrag zum Thema &#8220;Next Media Players&#8221;.</p>
<p>Inhalt: <em>Verlage in der Krise, öffentlich-rechtliche Anstalten unter Expansions-Auflagen: Für wen arbeitet der Journalist in Zukunft? Eine mögliche Antwort: für seine eigene Firma. Der neuen Generation Journalisten werden immer mehr Fähigkeiten ans Herz gelegt. Das umfasst nicht nur Kenntnisse in den Bereichen Fotografie, Bildbearbeitung, Schnitt und Programmierung, sondern auch Wissen über Unternehmensführung, PR und Businessplanung. Das klingt zunächst einmal nach deutlicher mehr Belastung, kann in der Praxis aber auch bedeuten, mehr Freiheiten zu haben, das zu tun, woran man Spaß hat und statt um den Job zu bangen, sogar Jobs zu schaffen.</p>
<p>In diesem Teil der Veranstaltung sollen einige Beispiele für innovativen, unternehmerischen Journalismus vorgesellt werden und ein Blick auf die mögliche zukünftige Job-Struktur für Journalisten geworfen werden.</em></p>
<p>Mehr zum Vortrag und die Möglichkeit sich anzumelden <a href="http://socialmediaweek.org/hamburg/events/?id=50925#.URrIkKUz2GP" target="_blank">findet ihr hier</a>.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/medien-und-journalismus/'>Medien und Journalismus</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4532/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4532&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Grammatik des #aufschrei</title>
		<link>http://griess.wordpress.com/2013/01/28/die-grammatik-des-aufschrei/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 20:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[#aufschrei]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachwissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ich vergangenen Freitag über #aufschrei geschrieben habe, denke ich viel über das Thema nach. Ich habe zur generellen Debatte viele Artikel gelesen, viele Blogposts, aber auch eine ganze Reihe an Artikeln in Zeitungen bzw. auf deren Online-Angeboten. Dankbar bin &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2013/01/28/die-grammatik-des-aufschrei/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4520&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ich vergangenen Freitag <a href="http://meedia.de/internet/gigantisches-twitter-echo-auf-lustmolch-debatte/2013/01/25.html" target="_blank">über #aufschrei geschrieben habe</a>, denke ich viel über das Thema nach. Ich habe zur generellen Debatte viele Artikel gelesen, viele Blogposts, aber auch eine ganze Reihe an Artikeln in Zeitungen bzw. auf deren Online-Angeboten. Dankbar bin ich vor allem den vielen Frauen, die in den letzten Tagen Texte geschrieben haben, die daran erinnerten, dass es kein schwarz-weiß in dieser Debatte geben kann. Die betonten, dass man miteinander, statt übereinander reden muss. Die deutlich machten, dass Grenzen, die auf subjektiven Empfinden beruhen, nach Situation und Person variieren können.</p>
<p>Es gibt keine reinen Opfer. Es gibt keine reinen Täter. Und es ist auch falsch vereinfachend, wenn man fordert, die Gesellschaft müsse sich ändern. Denn die Gesellschaft ist kein eigenständiges Wesen, sondern ein komplexes System, das sich durch die Summe all unserer individuellen Einzeltaten ergibt. Wir sind die Gesellschaft, wenngleich die Gesellschaft in komplizierter Art und Weise wiederum eine Wechselwirkung auf individuelles Handeln hat.</p>
<p>Die Fragen, die viele – die schiere Zahl an Blogbeiträgen und #aufschrei-Tweets zeigt es &#8211; behandelt und diskutiert wissen wollen, sind nicht einfach. Sexismus hat mit Machtfragen zu tun. Feminismus ebenso. Gesellschaftliche Stellung, Einfluss, Ansehen und die Intimsphäre kollidieren. Wer sich auf die Diskussion wirklich einlässt, lässt sich darauf ein, in diesen Punkten angegriffen und verletzt zu werden.</p>
<p>In den vergangenen Tagen musste ich mehrfach an eine Situation aus meiner Schulzeit denken, auch wenn sie nichts mit Sexismus zu tun hat. Ich war verwickelt in eine Auseinandersetzung, wie es wohl täglich unzählige an deutschen Schulen gibt. Es gab böse Worte von Lehrern, einige Mitschüler standen naturgemäß auf der anderen Seite. Das tat alles weh. Doch was mich am meisten verletzte und was ich wohl auch nie vergessen werde, ist dass ich in einer Situation, in der ich etwas zur Lösung des Konflikts beitragen wollte, doch allen Ernstes von meiner Lehrerein hörte: „Du darfst nicht vergessen, du bist hier Täter, nicht das Opfer.“</p>
<p>Ich habe noch keinen Spruch gehört, der so ungeeignet ist, irgendwelche Konflikte zu lösen.</p>
<p>An vielen Stellen wird gesagt, man müsse mehr miteinander reden. So richtig das auch ist, so sehr glaube ich, dass ausgerechnet unsere Sprache uns dabei einen Strich durch die Rechnung macht. Wenn wir uns fragen, weshalb Debatten so selten brauchbare Ergebnisse abwerfen, lohnt ein Blick auf die altehrwürdigen Sprachwissenschaftler. Man lese Whorf, Leibnitz.</p>
<p>Subjekt –Prädikat – Objekt. So funktioniert unsere Sprache – und mit ihr unsere Gedanken. Oder anders ausgedrückt: Täter – Tat – Opfer. Unsere Sprache ist kausal, stringent, rundenbasiert. Sie hat keine Wechselwirkung. So funktioniert ein Flipper, aber keine Gesellschaft.</p>
<p>Wir müssen eine neue Form der Sprache nutzen, wenn wir Probleme lösen wollen, an denen wir beteiligt sind. Denn sonst werden wir immer in irgendeiner Situation innerhalb der Debatte der Täter sein oder uns droht, dass wir es sind. Und dann verteidigen wir uns. Debatten werden deshalb schnell von Eigeninteressen gelenkt. Man belauert sich, statt aufeinander zuzugehen. Glücklicher Weise gibt es diese <em>Sprache</em>. Bevor ich darauf komme, jedoch zunächst noch ein anderer Gedanke:</p>
<p>Die Situation rund um #aufschrei erinnert mich nämlich an eine andere gesellschaftliche Großdebatte: die Situation rund um das Buch von Thilo Sarrazin. Augenscheinlich haben beide Themen nicht viel miteinander zu tun. Wo die Parallele ist, will ich erklären.</p>
<p>Damals wie heute fuhr ich viel mit dem öffentlichen Nahverkehr. Der Unterschied: Damals hatte ich zur Arbeit meist einen Deutschland-Rucksack dabei. Während der Sarrazin-Zeit habe ich mich damit sehr unwohl gefühlt. Ständig hatte ich den Verdacht, dass jemand mit ausländischen Wurzeln den Verdacht haben könnte, ich wolle damit etwas ausländerfeindliches zum Ausdruck bringen. Der Verdacht eines Verdachtes, der das Handeln bestimmt.</p>
<p>Wie eingangs erwähnt, denke ich zur Zeit viel über #aufschrei nach. Wenn ich mich in der Bahn neben eine Frau statt neben einem Mann setze – was denkt die Person? Und schon gibt es den Verdacht, dass es den Verdacht geben könnte, ich wolle damit etwas bezwecken. Jeder Blick, jede Handlung – sie wird zum Verdacht eines Verdachtes.</p>
<p>Nun könnte man behaupten, dass wenn jemand aus Angst, etwas könnte ausländerfeindlich, respektive sexistisch rüberkommen und deshalb kränken, diese Handlung unterlässt, würde es auch weniger unbeabsichtigte(!) Konflikte geben. Aber der Antrieb dahinter wäre kein guter. Es wäre Angst und es wäre eine Beschneidung von Freiheit. Jeder der glaubt, die Gesellschaft durch das Reduzieren von Freiheiten verbessern zu können, bewegt sich auf Glatteis.</p>
<p>Wir wollen &#8211; zu Recht &#8211; unsere Freiheiten nicht beschneiden lassen. Also wehren wir uns. Und wieder gibt es Opfer uns Täter, Hass statt Lösungen. Die Sarrazin-Debatte hat für viel Streit und erhitze Gemüter gesorgt &#8211; aber hat sie uns voran gebracht?</p>
<p>Wenn wir die Gesellschaft, wenn wir Menschen ändern wollen, müssen wir mit ihnen reden, ohne dass sie Angst haben müssen, als Täter dargestellt zu werden und in Folge dessen als Verlierer aus der Debatte zu gehen. Das geht nur, indem wir nicht über uns selbst reden. Wir müssen Geschichten erzählen. Gute Geschichten sind die <em>Sprache</em>, die wir benötigen.</p>
<p>Gute Geschichten, mit tiefgründigen Charakteren, die nie nur Opfer, nie nur Täter sind. Ich habe immer gerne Dr. House gesehen und auch nach Ende der Serie kann man noch immer nicht sagen, ob dieser Charakter ein guter oder ein schlechter Mensch war. Und dennoch konnte man viel für sich selbst mitnehmen.</p>
<p>Literatur, Theater, Musik, Film. Hier können wir andere unsere Fehler begehen lassen und an ihnen erkennen, dass wir es besser machen wollen. Catharsis nannte man das früher. Wahre Veränderung von Menschen und damit langsam aber sicher auch von Gesellschaften passiert immer aus der eigenen Erkenntnis. Zu dieser muss jeder Mensch selbst gelangen &#8211; und das wird er nur selten, wenn er dafür einen Schutzpanzer durchdringen muss, den er automatisch aufbaut, wenn man ihn in Rechtfertigungsdruck bringt.</p>
<p>Klar: Diese <em>Sprache</em> zu nutzen ist ein langwieriger Prozess. Die Aufklärung war eine Epoche, kein Tweet.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/gesellschaft-und-umwelt/'>Gesellschaft und Umwelt</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4520/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4520/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4520&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Leistungsschutzrecht für ARD und ZDF?</title>
		<link>http://griess.wordpress.com/2013/01/20/leistungsschutzrecht-fur-ard-und-zdf/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 14:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz ehrlich, hierauf komm ich noch immer nicht ganz klar. Kurz zum Sachverhalt: Die Axel Springer AG, genauer die TV Digital, hat am Freitag eine Pressemitteilung versendet. Darin werben sie stolz für ihre neue TV Digital iPad-App. Der besondere Clou &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2013/01/20/leistungsschutzrecht-fur-ard-und-zdf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4515&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz ehrlich, <a href="http://www.presseportal.de/pm/54257/2400161/tv-digital-hd-jetzt-auch-mit-live-tv" target="_blank">hierauf</a> komm ich noch immer nicht ganz klar. Kurz zum Sachverhalt: Die Axel Springer AG, genauer die TV Digital, hat am Freitag eine Pressemitteilung versendet. Darin werben sie stolz für ihre neue TV Digital iPad-App. Der besondere Clou daran: Mit ihr kann man auch Live-TV via Stream sehen. Ermöglicht wird das durch eine Kooperation mit dem Stream-TV-Anbieter Zattoo.</p>
<p>Soweit so gut. Aber abgesehen davon, dass man einen Zattoo-Account dafür braucht und dass dieses Angebot, wie ich mir sagen ließ, zumindest in sehr ähnlicher Form bereits vorher bestand, hat es einen großen Haken:</p>
<p>Mangels Kooperationen bietet Zattoo nämlich weder die RTL- noch die ProSiebenSat.1-Sendergruppe an. Die auch von Axel Springer beworbenen &#8220;51 Sendern aus Deutschland und dem Ausland&#8221; bestehen überwiegend aus ARD, ZDF, deren Digital-Kanälen und den Dritten. Dafür verlangt die TV Digital im Monat 89 Cent.</p>
<p>Heißt mit anderen Worten: Axel Springer verdient Geld damit, das Programm der Öffentlich-Rechtlichen zu vertreiben. Die Firma, die die Digital-Kanäle und den neuen Rundfunkbeitrag scharf kritisiert, will mit eben jenen Digital-Kanälen und dem gebührenfinanzierten TV Geld machen. Die Firma, die ein Leistungsschutzrecht haben will, weil sie behauptet, Google würde mit ihren Inhalten (Auszüge von Texten) Geld machen, will Geld mit den Inhalten von ARD und ZDF machen.</p>
<p>Die Moral muss man mir erst noch erklären&#8230;</p>
<p><span style="color:#ff0000;"><strong>Update 23.01.13</strong></span><br />
Christoph Keese von Springer hat via Twitter bezugnehmend auf den Beitrag oben etwas geantwortet:</p>
<blockquote class='twitter-tweet'><p>@<a href="https://twitter.com/Boomel">Boomel</a> @<a href="https://twitter.com/youdaz">youdaz</a> Zattoo nimmt Sender auf, die Lizenzen erteilen. Wer nicht will, bleibt drau&#223;en. Geradezu ein Vorbild, wie es sein sollte&mdash; <br />Christoph Keese (@ChristophKeese) <a href='http://twitter.com/#!/ChristophKeese/status/294007043906469889' data-datetime='2013-01-23T09:01:56+00:00'>January 23, 2013</a></p></blockquote>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/medien-und-journalismus/'>Medien und Journalismus</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4515/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4515/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4515&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der doppelte Littger im Bildblog &#8211; oder warum sich Diskussionen im Kreis drehen</title>
		<link>http://griess.wordpress.com/2013/01/10/der-doppelte-littger-im-bildblog-oder-warum-sich-diskussionen-im-kreis-drehen/</link>
		<comments>http://griess.wordpress.com/2013/01/10/der-doppelte-littger-im-bildblog-oder-warum-sich-diskussionen-im-kreis-drehen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2013 08:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Peter Littger]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte schon immer die These, man müsse nur etwas über die Zukunft der Presse in Thesen packen, das schon jeder x-mal gehört hat und wird in der Branche gefeiert, weil &#8220;es endlich mal wer sagt.&#8221; Diese These ist heute belegt worden: Den &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2013/01/10/der-doppelte-littger-im-bildblog-oder-warum-sich-diskussionen-im-kreis-drehen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4492&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte schon immer die These, man müsse nur etwas über die Zukunft der Presse in Thesen packen, das schon jeder x-mal gehört hat und wird in der Branche gefeiert, weil &#8220;es endlich mal wer sagt.&#8221; Diese These ist heute belegt worden:</p>
<p>Den bei 6vor9 im Bildblog <a href="http://www.bildblog.de/45044/native-ads-neuer-tv-journalismus-und-zensur-und-medienkontrolle/" target="_blank">ist heute der erste Link</a>: Peter Littger mit fünf Reformvorschlägen für die Verlage. Erschienen <a href="http://www.vocer.org/de/artikel/do/detail/id/335/gemeinnuetzigkeit-als-ruinoeses-%3Cbr%20/%3Egeschaeftsprinzip.html" target="_blank">ist der Text bei Vocer</a>. Vor einer Woche ist der identische Text <a href="http://meedia.de/print/zeitungen-zwischen-anspruch-und-wirklichkeit/2013/01/01.html" target="_blank">bereits bei Meedia erschienen</a> (Vocer kennzeichnet ihn als &#8220;Crosspost&#8221;). Bereits vor einer Woche war der Text im Bildblog <a href="http://www.bildblog.de/44947/terroristen-andrew-sullivan-und-silvester/" target="_blank">in der Kategorie 6vor9 verlinkt</a>. Sieben Tage später ist der Beitrag offenbar wieder lesenswert.</p>
<p>Man kann nun entschuldigend dabei sagen, dass die Links derzeit von täglich anderen Schülern <a href="http://www.djs-online.de/" target="_blank">der DJS</a> gesammelt werden. Aber eigentlich sollten die dennoch schauen, was die Kollegen bereits veröffentlicht haben.</p>
<p>Sei es drum: Die Texte (bzw. der Text) wird sicher ein Klickbringer. Und so diskutieren wir weiter die Zukunft, statt sie zu kreieren.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/medien-und-journalismus/'>Medien und Journalismus</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4492/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4492/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4492&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Wie Medienhäuser Vertrauen an Anzeigekunden verkaufen</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2012 19:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien und Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Adresshandel]]></category>
		<category><![CDATA[Anzeigen]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen erhalte ich das „Handelsblatt Morning Briefing“ per E-Mail, mit persönlicher Anrede und Gruß des Handelsblatt-Chefredakteurs Gabor Steingart. Ich könnte kotzen. Nicht weil das „Morging Briefing“ schlecht ist – ich hab es ehrlich gesagt noch nie gelesen. Auch &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2012/12/28/wie-medienhauser-vertrauen-an-anzeigekunden-verkaufen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4488&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Tagen erhalte ich das „Handelsblatt Morning Briefing“ per E-Mail, mit persönlicher Anrede und Gruß des Handelsblatt-Chefredakteurs Gabor Steingart. Ich könnte kotzen. Nicht weil das „Morging Briefing“ schlecht ist – ich hab es ehrlich gesagt noch nie gelesen. Auch nicht, weil ich etwas gegen das Handelsblatt oder Herrn Steingart habe. Ich könnte kotzen, weil ich diesen Newsletter nie bestellt habe. Und weil man mit mir als Empfänger Geld macht. Und weil das Ganze symptomatisch ist.</p>
<p>Wie kommt es, dass ich diese tägliche E-Mail bekomme, von der ich bislang zu bequem war, sie abzubestellen? Vermutlich hat das Handelsblatt meine E-Mail-Adresse gekauft, <a href="http://meedia.de/print/handelsblatt-uebernimmt-ftd-abos-und-ftdde/2012/11/29.html" target="_blank">als es die Abo-Datei der Financial Times Deutschland erwarb</a>. Ich hatte mal ein Probe-Abo der FTD und ich meine mich zu erinnern, dass ich seitdem in unregelmäßigen Abständen per Post und E-Mail eingeladen wurde, die FTD wieder zu beziehen. Vermutlich habe ich damals meine E-Mail-Adresse angegeben oder angeben müssen, wobei ich da eigentlich eher eine andere angegeben hätte, als die, auf die ich jetzt die Mails bekomme. Ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht mehr genau. Es ist bereits einige Jahre her. Vielleicht hat man meine Adresse auch irgendwo anders her und will nur, dass ich es in Verbindung zur FTD sehe. Ob ich auch per Brief etwas vom Handelsblatt erhalten habe, weiß ich nicht. Die damals angegebene Wohnung bewohne ich nicht mehr.</p>
<p>Von der FAZ und dem Spiegel erhielt ich auch lange Zeit immer mal wieder E-Mails, die mir für die Teilnahme an einer kleinen Umfrage ein ermäßigtes Abo anboten. Die E-Mail-Adresse im Fall der FAZ: Eventuell über ein Probe-Abo dort. Im Fall des Spiegels: Keinen blassen Schimmer.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel seltsamer Mails: Vor noch nicht langer Zeit bekam ich eine E-Mail-Adresse @meedia.de, da ich für die Branchenseite bekanntlich seit August schreibe. Mit der Adresse trug ich mich in ein paar Newsletter gängiger Branchendienste ein und schrieb bislang vorwiegend mit den Pressestellen einiger Medienhäuser. Und dennoch habe ich auf dieser Adresse schon ein paar Spam-Mails bekommen &#8211; thematisch grob passend, also keine typischen Viagra-Mails. Aber auch keine E-Mails, die von bisherigen Gesprächsteilnehmern versendet wurden.</p>
<p>Entweder hat also jemand aus einen der namentlich gekennzeichneten Beiträge von mir von Hand oder mit einem etwas komplexeren Skript die E-Mail-Adresse abgesaugt, oder einer der Branchendienste oder Medienhäuser hat die Adresse weitergegeben.</p>
<p>Ich bin es gewohnt, dass ich auf meine private Dienst-E-Mail-Adresse (also diejenige, die ich als freier Journalist außerhalb fester Auftraggeber verwende), E-Mails bekomme, die man grob als „Presseinfo“ einsortieren kann. Meist kann man die Nachrichten getrost ignorieren, aber da man sich zumindest damit auseinander gesetzt zu haben scheint, was ich thematisch so beackere und da es bislang keine Überhand genommen hat, ist das noch in Ordnung. Immerhin habe ich auf meiner Website die Adresse selbst hinterlegt, so dass man Kontakt mit mir aufnehmen kann.</p>
<p>Dass aber Medienunternehmen Adressen kaufen oder verkaufen finde ich schlimm. Sie sollen Vertrauen schaffen, vertrauensvoll sein – und keine Datenkralle. Vor allem das &#8220;Morning Briefing&#8221; ärgert mich.</p>
<p>Da sind nämlich auch Anzeigen eingebaut, die das Handelsblatt mit seiner Reichweite vermarktet. In den <a href="http://www.iqm.de/fileadmin/user_upload/Medien/Online/Handelsblatt_Online/Downloads/Mediadaten_handelsblatt_online_2012.pdf" target="_blank">Mediadaten</a> stehen zu den Anzeigen im Newsletter zwar keine genauen Angaben, in Beispielrechungen ist der besagte Morning-Newsletter jedoch in Paketen enthalten und kostet den Werbetreibenden dort für 2 Wochen zwischen 6.300 Euro und 8.820 Euro. Erwartete Ad Impressionen: 2.400.000. Da ich den Letter jedoch nie bestellt habe, will ich nicht als Ad Impression vermarktet werden!</p>
<p>Und deshalb werde ich das Dingen nun mal abbestellen!</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/medien-und-journalismus/'>Medien und Journalismus</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4488/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4488/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4488&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wenn Verlage sich über das Kleingedruckte beschweren&#8230;</title>
		<link>http://griess.wordpress.com/2012/10/27/wenn-verlage-sich-uber-das-kleingedruckte-beschweren/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2012 22:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien und Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[iTunes]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst in drei Sätzen, worum es geht: In der zurückliegenden Nacht hat Apple mal eben ohne Absprache die Preise der Apps angepasst. Davon sind auch die deutschen Magazine wie der Spiegel betroffen, die nun mehr kosten. Das gefällt denen natürlich &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2012/10/27/wenn-verlage-sich-uber-das-kleingedruckte-beschweren/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4479&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst in drei Sätzen, worum es geht: In der zurückliegenden Nacht hat Apple mal eben ohne Absprache die Preise der Apps angepasst. Davon sind auch die deutschen Magazine wie der Spiegel betroffen, die nun mehr kosten. Das gefällt denen natürlich so gar nicht.</p>
<p>Den Sachverhalt <a href="http://meedia.de/internet/apple-ueberrumpelt-verlage-mit-preiserhoehung/2012/10/26.html" target="_blank">habe ich heute auf Meedia zusammengefasst</a> und dort später auch <a href="http://meedia.de/internet/verleger-werfen-apple-preis-ueberfall-vor/2012/10/26.html" target="_blank">über die Stellungnahme der Verlegerverbände geschrieben</a>. Am Wochenende kommt voraussichtlich noch ein Kommentar zum Thema (<span style="color:#ff0000;"><strong>Nachtrag:</strong></span> <a href="http://meedia.de/internet/tritt-in-die-achillesferse/2012/10/26.html" target="_blank">Hier ist der Beitrag nun online</a>), weshalb ich hier nicht zu viel vorweg nehmen will.</p>
<p>Gerade jedoch las ich <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/a-863720.html" target="_blank">diesen Text</a> im Redaktionsblog des Spiegel. Dazu muss ich einfach einen Kommentar loswerden und da ich mich dafür nicht erst anmelden will, mache ich es hier im Blog.</p>
<p>Zunächst einmal: 5534 Zeichen ohne Absatz? Geht&#8217;s noch? Der Text lässt sich kaum lesen. Aber offenbar hat sich jemand in Rage geschrieben. Leider auch argumentativ. Denn so sehr ich den Ärger verstehe und so sehr ich dabei bin, wenn man sagt, diese Aktion von Apple ist eine Frechheit. Legitim ist sie dennoch.</p>
<blockquote><p>Was geht es Apple an, wieviel der SPIEGEL von seinen Lesern für die Lektüre seiner Inhalte verlangt? Wer gibt der Firma das Recht, den Preis zu bestimmen?</p></blockquote>
<p>Ihr gebt der Firma das Recht, und zwar, als ihr die AGBs angenommen habt. Die Frage ist natürlich legitim, aber ist es nicht arg scheinheilig sich erst darüber aufzuregen, dass Apple bestimmen kann wie_viel der Spiegel kostet, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist? Etwas später heißt es:</p>
<blockquote><p>Der Fall zeigt noch einmal anschaulich, wie die dominierenden Anbieter im Onlinegeschäft heute ihre Marktmacht durchsetzen &#8211; und das amüsanterweise in einer Woche, in der wir genau das am Beispiel von Google in unserer Titelgeschichte beschrieben haben. Ein Titel übrigens, der dem SPIEGEL aus Teilen der so genannten kritischen Netzöffentlichkeit die übliche reflexhafte Schelte und Kampagnenvorwürfe einbrachte. Unser Blatt berichte zu häufig und zu kritisch über den US-Konzern, hieß es</p></blockquote>
<p>Eben, amüsanter_Weise über Google. Wie viele kritische Google-Titel gab es beim Spiegel? Und wie viele kritische Apple-Titel? Ich erinnere mich an 1 1/4 (Der iKult, der so semi-kritisch war, und die Geschichte mit Google, Apple, Facebook und Amazon). Wenn die Bevormundung in AppStore und iTunes so skandalös ist (eine Einschätzung, die ich durchaus teile), warum dann das Thema nicht mal richtig thematisieren? Stattdessen wird gekuschelt und gibt es im Schwestermedium Spiegel Online jedes Mal, wenn Apple ein neues Telefon auf den Markt bringt, einen ausufernden Live-Ticker. Ja, man wirbt schon mit allen Mitteln um die Paid Content-mögende Braut Apple, bis man auf einmal merkt, dass man von ihr nur ausgenutzt wird. That&#8217;s life &#8211; but not journalism.</p>
<p>Im weiteren Verlauf des Textes wird dann überwiegend gejammert und noch mal, weil man ja gerade sauer auf Apple ist, auf Google geschimpft (böser Konzern, will, wenn er für Snippes zahlen muss, auf diese verzichten). Zuvor heißt es noch:</p>
<blockquote><p>Medienhäuser produzieren nun mal keine Schrauben oder Angry-Birds-Fortsetzungen. Sie liefern Informationen, Zusammenhänge, Nachrichten. Sie sind ein relevanter Baustein jeder funktionierenden Demokratie.</p></blockquote>
<p>Danach wird aus dieser Argumentation geschlussfolgert, dass sie auch ihre eigenen Preise bestimmen müssten, um ökonomisch unabhängig zu sein. Ist nicht falsch, führt aber wieder zur Frage: Warum stimmt ihr dann den AGB zu? Und lässt man &#8211; wie im Zitat hier &#8211; den Ökonomie-Teil weg, ist diese Argumentation übrigens ein super Plädoyer für kostenlosen Content (der logischer Weise auch nicht teurer wurde).</p>
<p>So war&#8217;s das? Ach ja, eine Sache wäre da noch:</p>
<blockquote><p>Klar lässt sich argumentieren: Wem&#8217;s im App-Store nicht gefällt, kann ja zu Googles Android</p></blockquote>
<p>Nein, es lässt sich auch argumentieren: Dann macht Online-Journalismus. Abrufbar im Browser! App-Denken, ist digitales Print-Denken. Und jetzt gute Nacht. In doppelten Sinne.</p>
<p><strong>Hinweis:</strong> Auch wenn ich mich hier am Spiegel abarbeite &#8211; weil der Blogbeitrag halt von den Hamburgern stammt &#8211; muss die Kritik für die ganze Branche gelten.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/medien-und-journalismus/'>Medien und Journalismus</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4479/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4479/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4479&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Neues Blog mit mir</title>
		<link>http://griess.wordpress.com/2012/10/02/neues-blog-mit-mir/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2012 19:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Elbmelancholie]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; An dieser Stelle nur kurz der Hinweis: Ich bin seit kurzem an einem neuen Blog beteiligt, dass ihr am besten gleich bookmarked (ihr könntet den RSS abonnieren, aber wir haben uns auch optisch was überlegt, so dass der Besuch &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2012/10/02/neues-blog-mit-mir/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4473&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://elbmelancholie.youdaz.com/wp-content/uploads/2012/09/Rathaus_Alsterblick.jpg" alt="" width="800" height="450" /></p>
<p>An dieser Stelle nur kurz der Hinweis: Ich bin seit kurzem an einem neuen Blog beteiligt, dass ihr am besten gleich bookmarked (ihr könntet den RSS abonnieren, aber wir haben uns auch optisch was überlegt, so dass der Besuch der Seite selbst noch etwas besser ist).</p>
<p><a href="http://www.elbmelancholie.de" target="_blank"><strong>Elbmelancholie.de</strong></a> ist das gute Stück</p>
<p>Zu finden auch auf <a href="https://twitter.com/elbmelancholie" target="_blank">Twitter</a> und <a href="https://www.facebook.com/pages/Elbmelancholie/274249856028094" target="_blank">Facebook</a>.</p>
<p>Worum geht es? Hamburg. Elbmelancholie ist ein Lokal-Blog. Wir wollen aber keinen klassischen Lokaljournalismus machen, sondern viele narrative, persönliche Elemente einbringen. So soll die Seite, wenn sie einmal groß und stark ist, abbilden, worüber Hamburg gerade spricht, welche Termine wichtig waren, aber auch welche ein echter Geheimtipp sind. Die Leser sollen neues erfahren, sich austauschen und sich mit den Autoren identifizieren können. Elbmelancholie soll nicht nur berichten, sondern auch ein wenig die Stadt porträtieren. Und natürlich immer wieder auch überraschen.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/wissenswert/lesetipps/'>Lesetipps</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4473/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4473/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4473&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Gefühlspluralität oder: Warum Kaffeemaschinen uns in die Diktatur treiben&#8230;</title>
		<link>http://griess.wordpress.com/2012/09/24/gefuhlspluralitat-oder-warum-kaffeemaschinen-uns-in-die-diktatur-treiben/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2012 12:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft und Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Medien und Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Medientheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[pluralität]]></category>

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		<description><![CDATA[1. In der kanadischen Serie Continuum wird das Szenario einer Zukunft skizziert, in der Konzerne die Regierung übernommen haben. Weil die gewählte Regierung ihre Schulden nicht mehr begleichen konnten, bekamen große Firmen Macht als Schuldenerlass. Die Menschen in dieser Zeit &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2012/09/24/gefuhlspluralitat-oder-warum-kaffeemaschinen-uns-in-die-diktatur-treiben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4468&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left:30px;"><em>1. In der kanadischen Serie <a href="http://www.imdb.com/title/tt1954347/" target="_blank">Continuum</a> wird das Szenario einer Zukunft skizziert, in der Konzerne die Regierung übernommen haben. Weil die gewählte Regierung ihre Schulden nicht mehr begleichen konnten, bekamen große Firmen Macht als Schuldenerlass. Die Menschen in dieser Zeit können ein gutes Leben führen, gleichsam sind sie nie wirklich (schuld)frei, da die Regierungsunternehmen sie direkt oder indirekt zwingen, ihre Produkte zu kaufen. So ist ihre Macht und die Abhängigkeit der Bürger fixiert.</em></p>
<p style="padding-left:30px;"><em>2. Eine Bekannte erhielt an diesem Wochenende eine neue Kaffeemaschine, die mit Pads arbeitet.</em></p>
<p>Was diese beiden Dinge miteinander zu tun haben? Natürlich erst einmal nichts. Und doch lässt sich daran etwas interessantes beobachten. Wir leben in einer größtenteils freien Marktwirtschaft. Interesse an Vielfalt haben wir jedoch, besonders in letzter Zeit, immer weniger. Da wäre die Kaffeemaschine, die den Nutzer zwingt, zum Betrieb weiter Produkte der Firma zu kaufen. Da wären eine ganze Reihe an Computern, deren Aufrüstung mit weiteren Programmen (Apps) weiter Geld in die Kasse der Hersteller (at least des Betriebssystems) spült. Amazon gibt sogar offen zu, dass sie nicht mit dem Verkauf ihrer Hardware Gewinn machen wollen, sondern durch die Kosten, die bei deren Nutzung für die Menschen entsteht.</p>
<p>Wo wir können, höhlen wir die freie Marktwirtschaft aus. Und das anders als in Continuum, ganz immanent, im Rahmen der freien Marktwirtschaft.</p>
<p>Bequemlichkeit, Prestige, Spaß. Das sind einige der Gründe dafür, dass wir mitunter äußerst unökonomisch handeln. Zumindest, wenn man unser Handeln in den mittel- und langfristigen Kontexten sieht. <strong>Wir handeln nicht logisch, sondern von Gefühlen gelenkt.</strong> Das ist nicht zwingend schlecht, das ist sehr menschlich. Wir haben zwar einen Verstand, aber ob wir glücklich sind oder nicht, bestimmt nicht die Logik. Und viele Entscheidungen beruhen auf Gefühlen, die dann vordergründig mit Logik begründet wird: Wir ziehen uns auf die Logik zurück, weil uns der Gedanke, nein das Gefühl, Angst macht &#8211; aus Emotionen zu handeln. Ob das Angst machen sollte, weiß ich nicht.</p>
<p>Doch was sagt uns das alles? Das sagt uns erstens, dass es den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_oeconomicus" target="_blank">Homo Oeconomicus</a> nicht gibt. Und damit freie Marktwirtschaft so nicht langfristig funktionieren wird. Aber erzähl mir was Neues <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> . Es sagt uns auch, dass ein großer Teil der Werbung, nämlich der, der an die Logik appelliert, am Ziel vorbei schießt.</p>
<p>Was aber bedeutet das alles für den Journalismus? Es bedeutet, dass wenn wir wirklich objektiv berichten wollen, wir nicht meinungsneutral, sondern <strong>gefühlsneutral</strong> berichten müssen. Und das wir nicht nur eine Meinungspluralität brauchen, sondern auch, dringend und endlich, <strong>Gefühlspluralität</strong> &#8211; gerne auch bei einer Tasse Kaffee <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/gesellschaft-und-umwelt/'>Gesellschaft und Umwelt</a>, <a href='http://griess.wordpress.com/category/medien-und-journalismus/'>Medien und Journalismus</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4468/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4468&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das journalistische Perpetuum mobile</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2012 21:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien und Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit gewissem Ärger verfolge ich in den letzten Tagen die Berichterstattung zum Burda-Heft „Treat“. Für alle, die nicht mitbekommen haben, was das ist: Es handelt sich um ein Lifestyle-Magazin, dass von Schülern der Burda-Journalistenschule erstellt wurde. Es wurde vom zur &#8230; <a href="http://griess.wordpress.com/2012/09/18/das-journalistische-perpetuum-mobile/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4461&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit gewissem Ärger verfolge ich in den letzten Tagen die Berichterstattung zum Burda-Heft „Treat“. Für alle, die nicht mitbekommen haben, was das ist: Es handelt sich um ein Lifestyle-Magazin, dass von Schülern der Burda-Journalistenschule erstellt wurde. Es wurde vom zur Schule gehörenden Verlag nun in einer Auflage von 50.000 Exemplaren produziert und wird ab heute verkauft.</p>
<p>Soweit so gut. Mich persönlich spricht das Heft nicht an, was aber nicht bedeutet, dass es handwerklich keine gute Arbeit ist. Was mich stört, ist der Hype rumherum. Natürlich hat Burda die PR-Maschine angeschmissen. Und nun berichten verschiedene Mediendienste nicht nur, <a href="http://meedia.de/print/magazin-treat-burda-laesst-den-nachwuchs-ran/2012/09/14.html" target="_blank">dass es das Heft gibt</a>, sondern liefern gleich <a href="http://meedia.de/print/treat-das-heft-zum-lebensgefuehl-pasta/2012/09/18.html" target="_blank">wohlwollende</a> <a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/118027-treat-im-kress-check-burda-schueler-tischen-echten-leckerbissen-auf.html" target="_blank">Blattkritiken</a> dazu inklusive der wenig überraschend lobenden Worte der Schulleiter aus der Pressemitteilung.</p>
<p>Nun bin ich natürlich parteiisch, dennoch finde ich, es steht in keinem Verhältnis, wie dieses Pressecho im Vergleich zu dem ausfällt, welches entsteht, wenn in meinem (mittlerweile ehemaligen) Studiengang Online-Journalismus in Darmstadt ein Projekt publiziert wird. Das wird dann von den „Großen“ der Branche nämlich gar nicht beachtet. Und das liegt nicht daran, dass keine Pressemitteilungen verschickt würden. Und es liegt auch nicht dran, dass die Projekte schlecht wären.</p>
<p>Unser <a href="http://itunes.apple.com/de/app/ausgespielt/id510335697?mt=8" target="_blank">iPad-Magazin ausgespielt</a> wurde mehrere hundert Mal herunter geladen und ist noch immer mit voller Anzahl an Sternen auf iTunes bewertet. Das im Halbjahr davor erstellte Online-Special <a href="http://blogs.hr-online.de/eurozone_ostend/" target="_blank">„Eurozone Ostend“</a> ist für den Ernst-Schneider-Preis nominiert. Hervorzuheben aus jüngster Zeit sind zum Beispiel auch das <a href="http://journalismusfuerkinder.fbmd.h-da.de/" target="_blank">„Fupp-Magazin“</a> für Kinder oder das Wissenschafts-Magazin <a href="http://issuu.com/mediencampus/docs/grauzone" target="_blank">„Grauzone</a>“, an denen ich nicht selbst beteiligt war.</p>
<p>Was all diese Projekte unterscheidet von dem, was Axel-Springer-Akademie, Burda-Schule und Co. publizieren? Neben dem Presseecho ist es vor allem eines: Hier wurde viel mehr selbst gemacht. Und gerade das ist in Zeiten wie den derzeitigen, wo es auch darum geht ökonomisch denken zu können, besonders wichtig, wenn man mich fragt. Nehmen wir „ausgespielt“: Hier haben wir Studis alle Videos selbst gemacht, den Großteil der Bilder selbst gemacht, natürlich alle Texte geschrieben. Wir haben aber auch das Design erstellt und die technische Umsetzung verwirklicht. Auch organisiert haben wir uns selbst. Kurz zuvor gab es auch eine iPad-App der Axel-Springer-Akademie. Hoch gelobt – technisch umgesetzt von einer Agentur.</p>
<p>Oder legen wir die beiden Hefte der h_da, Grauzone und Fupp neben Treat. Bei den Darmstädter Werken wurde nicht nur viel Arbeit in inDesign verwendet. Es musste auch Verlegerische Logistik geleitet werden: Es wurde nach einer geeigneten Druckerei gesucht, es wurde die Finanzierung organisiert- alles von Studierenden. Probleme, die die Schüler der Burda-Schule kaum gehabt haben dürften. In einen der Beiträge zum Heft heißt es:</p>
<blockquote><p>„Treat hatte mit Alexander Axzél (u.a. GQ, Park Avenue) einen renommierten Art Director an Bord, die Fotoshootings übernahmen u.a. Gabo, Maurice Weiss und Marcus Höhn.“</p></blockquote>
<p>Und ich würde auch bezweifeln, dass die Nachwuchskräfte Eva Padberg als Cover-Model hätten gewinnen können, wenn sie sich als Studierende der Hochschule Darmstadt vorgestellt hätten. Ähnlich verhält es sich mit den Interview-Partnern von <a href="http://20zwoelf.de/static,Index_de.htm" target="_blank">20zwölf</a> der Springer-Akademie. Naheliegender Weise ist hier zum Beispiel Kai Diekmann zu nennen.</p>
<p>Man verstehe mich nicht falsch, ich möchte die Leistung der Nachwuchsjournalisten anderer Ausbildungsstätten nicht schmälern. Vieles von ihnen habe ich sehr gerne gelesen und angeschaut und nicht selten war ich positiv erstaunt. Auch persönlich bin ich stets gut mit ihnen klar gekommen, wenn man sich begegnete. Es geht mir darum, dass die Branche und auch die Branchendienste (das kann ich auch sagen, wo ich gerade bei einem arbeite), nicht alles unkritisch hochfeiern sollten, was aus den Kaderschmieden der Republik ist. Hier wird Standard-mäßig eine große PR-Maschine in Gang gesetzt und hier verfügt man über die E-Mail-Verteiler und persönlichen Kontakte. Und natürlich ist jedes Mal ein großes Eigeninteresse dabei, immerhin will man auch Werbung für die eigene Schule machen – und nicht selten auch Hefte oder Apps verkaufen, sprich man verfolgt finanzielle Ziele.</p>
<p>Ich finde es gut, Werke des Nachwuchs zu präsentieren. Aber wenn man schon über das berichtet, was die jungen Kräfte in diesem Land so auf die Beine stellen, dann muss man es richtig tun. Dann muss man bereit sein, journalistische Tugend an den Tag zu legen und sich einzulesen, zu informieren, schlichtweg: zu recherchieren, was es für Ausbildungsangebote gibt, was die an praktischen Arbeiten produzieren und was davon eigen-Leistung, was vielleicht sogar Innovation ist. Sich nur von Pressemitteilungen der „Großen“ füttern zu lassen, das ist nicht journalistisch.</p>
<p>Klarissa Lueg hat vor einiger Zeit etwas Erschreckendes festgestellt: <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36575/1.html" target="_blank">Gerade an etablierten Journalistenschulen herrscht eine massive soziale Auslese.</a> Einige soziale Schichten sind dort gar nicht anzutreffen. Das ist traurig. Viele Erfahrungswerte und viele Ideen gehen so verloren. Schaut man sich an, wer in den letzten Jahren Grimme Online Awards gewonnen hat, fallen zudem einige herausragende Werke auf, die nicht von Leuten gemacht wurden, die welche der etablierten Journalistenschulen besucht haben. Mehr noch: Sie haben gar keine klassische journalistische Ausbildung. Und dennoch, oder vielleicht sogar gerade deswegen, waren sie es, die datenjournalistische und multimedial-erzählerische Elemente produziert haben, die anderen nicht in den Sinn kamen. Das sollte uns zu denken geben.</p>
<p>Was ich mit all dem sagen will: Die Branche, egal ob in der Berichterstattung über sich selbst, oder auch wenn es darum geht, neue Kräfte in die jeweiligen Redaktionen zu holen, sollte weniger darauf achten, woher Leute und Produkte kommen, sondern vielmehr darauf schauen, was diese wirklich leisten, was sie können. Dazu gehört es auch, über die Stadtgrenzen von Hamburg, München und Berlin hinweg zu schauen.</p>
<p>Ich glaube abseits der etablierten Medien und Ausbildungswege gibt es viele Menschen, die den Journalismus voran bringen können. Die nicht nur national, sondern internationale Innovationen auf den Markt bringen können. Viel zu oft kämpfen sie jedoch gegen die Windmühlen aus Seilschaften und Image, die noch aus Zeiten herrühren, in der das Internet noch nicht einmal erfunden war.</p>
<p>Wie gesagt, ich bin in der Sache parteiisch. Vielleicht lohnt es sich dennoch, über meine Worte nachzudenken.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://griess.wordpress.com/category/medien-und-journalismus/'>Medien und Journalismus</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/griess.wordpress.com/4461/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/griess.wordpress.com/4461/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=griess.wordpress.com&#038;blog=5438065&#038;post=4461&#038;subd=griess&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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