Wäre es nicht Fukushima sondern Biblis, würde ich evakuiert (mit Googlemap)

Gerade habe ich mal geschaut, wie viel die aktuelle Evakuierungszone von 20km denn so ist. Da bei mir um die Ecke ja auch ein angeblich sicheres Atomkraftwerk ist, habe ich dieses mal als Ausgangspunkt genommen. Und siehe da – ja, ich wäre bereits in der Zone. Da fühlt sich das alles direkt noch ein wenig gruseliger an.

Hier eine von mir erstellte Google-Map mit dem übertragenden Radius (leider funktioniert einmal mehr das Einbetten auf wordpress.com nicht). Ich sage direkt, dass der “Kreis” nicht ganz genau ist, da ich mich gerade unterwegs befinde und nur beschränkte Mittel mit habe. Aber einen Überblick gibt sie dennoch.

Die großen Städte wie Darmstadt, Heidelberg, Frankfurt Wiesbaden und Mainz und Mannheim lägen noch außerhalb. Kommt es aber wirklich zum Gau reichen 20km Schutzzone wohl schwerlich aus…

Den Menschen in Japan an dieser Stelle mein Beileid und die besten Wünsche.

Impressionen von der Anti-Atom-Demo am 18.09.2010 in Berlin

Gestern war ich auf der Anti-Atom-Demonstration in Berlin. Auch wenn es nicht auf allen der nachfolgenden Bilder so aussieht, dürfte die Zahl von etwa 100.000 Demonstranten tatsächlich hinkommen. Der Platz am Bahnhof war vollkommen überfüllt, der Demonstrationszug unglaublich lang . Später bei der “Umzinglung” des Regierungsviertels verteilten sich die Demonstranten zwar stark, besetzten aber alle Teile des Viertels. Besonders vor dem Kanzleramt und dem Reichstag versammelten sich Tausende.

Ich hoffe der Protest wird von den Regierenden gehört. Es ist nicht der Protest einer Minderheit, unzählige Umfragen beweisen das. Auch Gestern waren Vertreter aller Altergruppen, Milieus und politischer Orientierungen anzutreffen. Aber genug der Worte:

Für mehr empfehle ich dieses Spiegel Online-Video zur Demonstration.

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Bild entmachtet den Bundesrat

Eines vorweg: Ich wollte ob des „Klickerfolgs“ meines letzten Textes wirklich nicht direkt nochmal über die Bild schreiben, nach dem Trittbrettfahrer-Motto „War ja ein Erfolg“. Aber angesichts des Beitrags „AKW-Laufzeiten: Bundesregierung braucht Bundesrat nicht“ kann ich einfach nicht anders.

Der Hintergrund des Themas ist mittlerweile allgemein bekannt: Die Bundesregierung will die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern, die Opposition ist dagegen. Da Schwarz-Gelb vermutlich die Mehrheit im Bundesrat verliert, will die Bundesregierung dieses Vorhaben ohne den Bundesrat durchbringen. Nun streiten Experten: Geht das?

Die Bild legt sich heute fest und Weiterlesen

Das Sparparket offenbart die Wahrheit über die AKW-Laufzeitverlängerung

Im geplanten Sparparket der Bundesregierung sind einige Pläne enthalten, die stark diskutabel sind. Heute in der Tagesschau wurde schon sehr richtig angemerkt, dass viele der Punkte nicht annähernd sicher sind. Zum Beispiel kalkulierte Zusatzeinnahmen, die eventuell niemals eintreten werden. Dazu gehören auch Abgaben der Energiekonzerne für Brennelemente.

Diese Einnahmen sind in der Argumentation derzeit an eine Laufzeitverlängerung gekoppelt und wohl auch danach berechnet. Ob es eine Laufzeitverlängerung überhaupt gibt, ist angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat aber durchaus fraglich. Denn vermutlich muss der Bundesrat einem solchen Gesetzesvorhaben zustimmen. Weiterlesen

Aktualisiert: Bundesrat-Zustimmungsbedürftig? NRW-Wahl entscheidet wohl über AKW-Laufzeit

Anlässlich der heutigen Anti-Atom-Demos habe ich mich entschlossen meinen Blogeintrag “Bundesrat-Zustimmungsbedürftig? NRW-Wahl entscheidet wohl über AKW-Laufzeit” vom 8. März in der nachfolgenden aktualisierten Form noch einmal zu veröffentlichen:

Das Thema Atomkraft hat mittlerweile eine zentrale Rolle im Landtags-Wahlkampf eingenommen, denn vom Wahlergebnis dürfte abhängen, ob es eine Laufzeitverlängerung für AKW-Meiler geben wird oder nicht. Und so verwundert es nicht, dass zum Beispiel die SPD das Thema in ihren Plakaten aufgegriffen hat. Und spätestens nach den heutigen Großdemos in Norddeutschland, Biblis aber eben auch in Ahaus (NRW) ist die Debatte in den Medien überall zu finden. Aber wie sieht es nun aus, entscheidet NRW über die Atomkraft? Weiterlesen

Bundesrat-Zustimmungsbedürftig? NRW-Wahl entscheidet wohl über AKW-Laufzeit

24.04.10. : Aktualisiert Version online

Das Thema Atomkraft hat bisher kaum eine Rolle im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen gespielt. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn vom Wahlergebnis dürfte abhängen, ob es eine Laufzeitverlängerung für AKW-Meiler geben wird oder nicht.

Sollte die Bundesregierung das Atomgesetz ändern und die Änderung „eine neue Tragweite und Bedeutung für den Vollzug durch die Länder“ bedeuten, wäre der Bundesrat zustimmungspflichtig. Und ohne eine schwarz-gelbe Regierung in Düsseldorf gibt es derzeit keine Mehrheit im Bundesrat für Union und FDP.

Das eben Zitat oben stammt übrigens nicht irgendwo her, sondern aus dem Strategie- und Schrittfolgepapier Kernenergie“, das Günther Oettinger und Roland Koch, beide CDU, im vergangenem Jahr kurz vor der Bundestagswahl verfasst haben. Dazu gleich noch mehr. Zunächst zur Frage: Muss der Bundesrat einer Änderung am Atomgesetz zustimmen? Weiterlesen

Das Ende vom Atomausstieg

Eigentlich hieß es ja immer, die Regierung wird mauscheln bis zur NRW-Wahl und erst dann die unbeliebten Themen wie Sozialkürzungen und Atomkraft auspacken. Da gibt es jedoch einen Haken: Schwarz-Gelbs Freunde von der Atomlobby können nicht so lange warten. Denn dann würden die „Uraltreaktoren“ Biblis A und Neckarwestheim 1 bereits vom Netz gehen müssen. Nur mal so für alle die, die ihr Handy oder ihren PC von 2008 bereits für Schrott halten: Das in meiner Nähe befindliche AKW Bibils A ist seit 1974 im Betrieb. Im selben Jahr wurde Carsten Ramelow geboren(!) –der hat jedoch seine Laufbahn bereits beendet! Weiterlesen

Warum die AKW-Laufzeitverlängerung den Klimawandel sogar verstärkt

confbriObwohl grade passend zum Beschluss einer Laufzeitverlängerung von AKWs neue Skandale über Atommüll bekannt wurden, soll die Atomenergie weiter als geeignete „Brückentechnologie“ verkauft werden. Dabei scheint die Brücke langsam aber sicher Formate anzunehmen, wie die der Confederation Bridge in Kanada. Endlagerfrage, Leukämie-Fälle und auch der Uran-Abbau bleiben also weiter ungeklärt. Neustes Schönfärbeargument von AKW-Betreibern und kommender Bundesregierung ist daher der Klimaschutz. Doch dies ist nur ein Vorwand, sollte die Regierung nicht etwas am CO2-Handel ändern. Weiterlesen