Ist Atomenergie sauber und umweltschonend? Eine Frage, die – zugegeben meist sehr unsachlich geführt– derzeit wieder hoch im Kurs ist. Dabei werden jedoch meist nur zwei Aspekte beleuchtet: Die AKWs als solche und die Endlagerung (welche defacto nicht existiert). Doch möchte man eine wirklich sachliche Debatte über das Für und Wider von Atomkraft führen, sollte man nicht die anderen Aspekte ausblenden. Uran fällt nicht vom Himmel direkt in ein Atomkraftwerk. Es wird als Uranerz abgebaut, aufbereitet, transportiert, angereichert. An all diesen Stationen bestehen Gefahren. Unser Uran kommt zu großen Teilen aus Australien, also vom anderen Ende der Welt! So viel zum Thema „unabhängig von Importen“.
Welche verheerenden Folgen der Uran-Abbau für Mensch und Umwelt hat zeigt der Film „Uranium – is it a country? – eine Spurensuche nach der Herkunft von Atomstrom”. Ich empfehle jeden, sich diesen Film einmal anzusehen. Er dauert knapp eine Stunde und ist kostenlos im Internet abrufbar. Was man zu sehen bekommt, ist denke ich den meisten bisher unbekannt. So wusste ich zum Beispiel vorher nicht, was man unter „Trailings“ versteht und wie viel von diesen durch den Bedarf nur eines einzigen AKWs entstehen. Hier also der Link zu dem Film, verbunden mit der Bitte sich für das darin präsentierte einen Moment Zeit zu nehmen, um eine Atom-Debatte führen zu können, die sich nicht auf einen Bruchteil der Thematik beschränkt.
Hier klicken, um zum Film zu gelangen!