Leistungsschutzrecht für ARD und ZDF?

Ganz ehrlich, hierauf komm ich noch immer nicht ganz klar. Kurz zum Sachverhalt: Die Axel Springer AG, genauer die TV Digital, hat am Freitag eine Pressemitteilung versendet. Darin werben sie stolz für ihre neue TV Digital iPad-App. Der besondere Clou daran: Mit ihr kann man auch Live-TV via Stream sehen. Ermöglicht wird das durch eine Kooperation mit dem Stream-TV-Anbieter Zattoo.

Soweit so gut. Aber abgesehen davon, dass man einen Zattoo-Account dafür braucht und dass dieses Angebot, wie ich mir sagen ließ, zumindest in sehr ähnlicher Form bereits vorher bestand, hat es einen großen Haken:

Mangels Kooperationen bietet Zattoo nämlich weder die RTL- noch die ProSiebenSat.1-Sendergruppe an. Die auch von Axel Springer beworbenen “51 Sendern aus Deutschland und dem Ausland” bestehen überwiegend aus ARD, ZDF, deren Digital-Kanälen und den Dritten. Dafür verlangt die TV Digital im Monat 89 Cent.

Heißt mit anderen Worten: Axel Springer verdient Geld damit, das Programm der Öffentlich-Rechtlichen zu vertreiben. Die Firma, die die Digital-Kanäle und den neuen Rundfunkbeitrag scharf kritisiert, will mit eben jenen Digital-Kanälen und dem gebührenfinanzierten TV Geld machen. Die Firma, die ein Leistungsschutzrecht haben will, weil sie behauptet, Google würde mit ihren Inhalten (Auszüge von Texten) Geld machen, will Geld mit den Inhalten von ARD und ZDF machen.

Die Moral muss man mir erst noch erklären…

Update 23.01.13
Christoph Keese von Springer hat via Twitter bezugnehmend auf den Beitrag oben etwas geantwortet:

Olympia im deutschen Fernsehen: Bedingt medaillenbereit

Schaut man die Olympischen Spiele auf ARD und ZDF, bekommt man den Eindruck es gibt nur zwei Arten von Sportlern: Versager und Dopingsünder. Es gibt nur Tage, die Medaillen-Regen mit sich bringen oder schwarze Samstage, Sonntage oder welcher Wochentag auch immer ist.

Besonders traurig das Ganze im Schwimmen und ich befürchte, dass es in der Leichtathletik-Berichterstattung nicht groß anders werden wird. Da fallen Sätze wie „in diesem Finale ist wenigstens mal ein Deutscher dabei“, als ob es selbstverständlich wäre, dass unter den sieben Milliarden Menschen nur sieben besser sind als der beste Deutsche – egal worin.

Natürlich ist es legitim Enttäuschungen als solche zu kennzeichnen. Und natürlich sollte die Saisonbestleistung das Ziel für Olympia sein. Aber selbst die ist nicht immer selbstverständlich. Es gibt so viel was stimmen muss. Und Faktoren, wie extrem frühe Qualifikationszeiträume oder zusätzliche Saisonhöhepunkte zum Beispiel in Form von Kontinentalmeisterschaften sind dabei nicht einmal erwähnt – wobei gerade Medien sich in Hinblick auf letztgenannte selbst kritisch hinterfragen sollten. Manchmal ist weniger mehr.

Nicht selten habe ich das Gefühl, ARD und ZDF moderieren sich bereitwillig in einen Sog. Wenn einmal etwas schlecht ist, dann ist direkt alles ein Desaster. Dramatisierungen, die man sonst eher bei der Bild vermutet, nicht beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Und dann reicht manchmal nicht einmal eine Saisonbestzeit. „Letztes Jahr war er aber schneller“ hört man. Nein, verdammt, es geht nicht jedes Jahr immer weiter nach oben, nur weil es gerade nationaler Auftrag ist.

Ein Auftrag, eingefordert von TV-Berichterstattern, die die meisten Sportler auf der Straße nicht erkennen würden und den diese weitertragen und multiplizieren auf eine Horde von Sofa-Verwachsenen, die nicht annähernd zu den Weltklasse(!)-Leistungen imstande wären, die selbst im Vorlauf erbracht werden. Schon mal überlegt, dass der überwiegende Teil der Menschheit an der Qualifikation zu den Spielen scheitert, selbst wenn er es versucht?

Das ist Deutschland: Es will mehr Medaillen als alle anderen Länder, schaut aber schon jeden Jogger im Park an, als beginge er eine Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Warum Deutschland so schlecht sei, wie es angeblich ist, können dann aber nicht einmal Experten beantworten. Auch wenn sie lange selber Schwimmerin waren und in jedem zweiten Satz erwähnen, dass sie ja die Expertin sind. Wozu auch. Die Frage „Warum holen wir kein Gold?“ ist keine Frage, es ist ein Vorwurf. Antworten würden mitunter ja auch andere treffen, als die Sportler. Man müsste über die mangelnde Vereinbarkeit von Wettkampfsport und Beruf sprechen. Über die mangelnde Wertschätzung von Ehrenamt und Trainern. Und über die chronische Unterfinanzierung von Sportvereinen.

Aber darum soll es nicht gehen. Die Masse will unterhalten werden. Und das bitte in Hollywood-Manier: Großes Drama und am Ende gewinnen die Guten. Und das sind natürlich unsere Jungs und Mädels. Auch wenn vermutlich jetzt schon kein Schwein mehr alle deutschen Medaillengewinner beim Namen kennt. Ach was sag ich, es hat sich selbst während des Siegs des Deutschland-Achters niemand für die Namen der Ruderer interessiert. Das Ding hieß Achter, fertig.

Und weil uns kein Popcorn-Sport geliefert wird, sind eben alle Versager. Sogar mangelnder Wille wird dann vorgeworfen – wohlgemerkt auch von Leuten, die einmal die Woche eine halbe Stunde Joggen für regelmäßiges Training halten. Nein, den Athleten in London fehlt es sicher nicht am Willen. Der überwiegende Teil der Sportler ist im Amateursport tätig. Das bedeutet: Neben dem Sport wird fleißig gearbeitet, um über die Runden zu kommen. Und dennoch schinden sie sich – eben weil sie es wollen. Dabei sein. Bei Olympia.

Und weil jetzt sicher das Gegenargument Sporthilfe und Sportsoldaten kommen wird: Ja, die gibt es. Die gibt es übrigens auch in China. Da kritisieren wir sie aber als staatlich finanzierte Berufssportler.

Ohnehin liefert China eine super Hass-Vorlage. Vor wenigen Jahrzehnten noch Randerscheinung, ist das Land nun Weltmacht- auch im Sport. Eigentlich nicht wirklich überraschend bei der Bevölkerung und dem Lebensstil, den sich zumindest weite Teile des Landes erarbeitet haben. Aber nein, wir wittern überall Betrug. Schwimmt Phelps zu einem Weltrekord, ist alles sauber. Schwimmt eine Chinesin Weltrekord, kann sie nur gedopt sein.

Sicher, die Leistungen stinken mitunter gewaltig (im Übrigen über alle Nationengrenzen hinweg). Aber wir sollten aufpassen, dass das nächste 16-Jährige-Fabelweltrekord-Doping-Kind nicht aus Deutschland kommt, und von Medien und Zuschauern frenetisch als Erlösung vom Debakel gefeiert wird. Denn genau das ist es, was wir wollen: Unmenschliches. Und irgendwann werden wir dann auch unmenschliches kriegen.

Ich will es nicht. Klar, ich bin selbst auch Journalist. Bei den Spielen schlägt mein Herz aber vor allem als Sportler. Und da wünsche ich mir etwas mehr Respekt, deutlich mehr Fachkenntnis und vor allem sauberen, völkerverbindenden Sport, bei dem der Beste gewinnt.

Rudelbildung – Die EM-Kolumne (6): Usegate

Das Volk diskutiert – über Usedom. Was zum Henker machen die Mainzelmännchen am Ostseestrand einer deutschen Insel mit etwa 50 Einwohnern (davon 40 Schafe)? Warum präsentiert die komische Frau und der mimikfreie Bodyguard neben ihr von dort aus die Fußball-Europameisterschaft?

Ist es Politik? Ein Zeichen gegen den Umgang mit Frau Tymoschtschuk (oder wie hieß die doch wieder, ach egal- Schlaaaaaaaaaaand!)?

Hatte vielleicht Jeannine Michaelsen bereits ihren Sommerurlaub gebucht, als das ZDF beschlossen hat, auch was mit diesem “Internet zu machen”, woraufhin die ausgebildete Internet-Vorleserin (Diplom-Bühnendarstellerin!) den ZDF-Oberen glaubhaft machte, dass Twitter am besten auf Usedom laufe (wegen der vielen blauen Vögel dort)?

Oder ist das ZDF durch den neusten Rundfunkänderungsstaatsvertrag (sic!) verpflichtet, aus allen Bundesländern mindestens 14 Tage zu senden. Und ganz ehrlich, was will man aus Mecklenburg-Vorpommern übertragen, jetzt wo es kein Wetten dass…? mehr gibt.

Und während das Volk noch angeregt über das Usegate (nicht zu verwechseln mit einem user-gate) diskutiert, stellt es erleichtert fest, dass dort wenigstens keine randalierenden Idioten in den Strandkörben sitzen….

Und zum Abschluss noch die wichtigste Frage, mit täglich frisch angepasster Antwort:
Wer wird Europameister? Spanien (zum dritten Mal dabei, morgen bitte nicht wiederwählen)

Leichtathletik-WM wird nicht übertragen – Nur Schnee bei ARD und ZDF

Laut Sport-Informations-Dienst wollen unsere öffentlich-rechtlichen TV-Sender ARD und ZDF in diesem Jahr die Leichtathletik-WM nicht live übertragen. 15 Millionen Euro hätten die TV-Rechte wohl gekostet. Der Haken: Die WM wird in Daegu (Südkorea) ausgetragen. Aufgrund der Zeitverschiebung finden die Wettbewerbe für uns Nachts bis Morgens statt. Das finden ARD und ZDF offenbar nicht attraktiv genug.

Die Fakten sehen wie folgt aus:  Ab 2 Uhr Nachts gehen die Vorkämpfe los. Aber: Entscheidungen und Finals werden nach deutscher Zeit ab etwa 12 Uhr mittags sein. Das ist sicherlich keine Prime-Time, aber auch nicht vollkommen daneben, vor allem in der Ferien-Zeit. Um diese Uhrzeit werden häufig Sportveranstaltungen übertragen. Allen voran im Wintersport.

Apropos Wintersport. Während ARD und ZDF die Leichtathletik-WM nun maximal als knappe Zusammenfassung, Stunden später am Abend senden wollen. Und während sie die Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik trotz massiver Beeinflussung des Veranstaltungsmodus bereits auf wenige Minuten Live- und Zusammenfassungs-Mix eingedampft haben, wird der TV-Zuschauer mit Wintersport von den Öffentlich-Rechtlichen geradezu berieselt.

Soweit ich weiß wird jeder Weltcup – zusätzlich zur WM – und zusätzlich zu seltsamen Spaßveranstaltungen wie Mixstaffeln in Fußballstadien (wenn nicht gerade das Dach durch echten Schnee kaputt ist) übertragen. Wie viel das genau kostet, ist unbekannt. Laut einer dpa-Meldung bekommt der deutsche Skiverband für die TV-Rechte (national und international) der von ihm ausgetragenen Weltcups jährlich etwa 10 Millionen Euro. Die nationalen Austragungsrechte werden dabei zuletzt stets von ARD und ZDF gekauft. Vom Fußball braucht man gar nicht erst zu reden. Für die kommende EM zahlen ARD und ZDF Berichten zufolge deutlich mehr als 100 Millionen Euro. Ist das verhältnismäßig?

Nun will ich durchaus auch die Fußball-EM im Free-TV sehen und gegen Wintersport ist auch nichts einzuwenden (ob es jedoch jeder einzelne Weltcup sein muss, ist die andere Frage). Aber man sollte nicht vergessen, dass ARD und ZDF auch – nein: in erster Linie – einen gesellschaftlichen Auftrag haben. Eine Fußball-EM würden auch RTL oder Sat.1 übertragen. Der Leichtathletik droht nun das komplette Verschwinden aus der Flimmerkiste. So viel zum Thema Grundversorgung.

Das ist nicht nur medienpolitisch fragwürdig, sondern auch aus sportpolitischer Sicht. Attraktive Live-Übertragungen sind eine der besten Möglichkeiten, Nachwuchs in der entsprechenden Sportart zu gewinnen. Ich selbst bin Leichtathlet, deshalb berührt mich das Thema so sehr. Aber deshalb weiß ich auch, wie schwer es in letzter Zeit geworden ist, Kinder und Jugendliche für Leichtathletik zu begeistern, obwohl sie immer noch die Olympische Kernsportart ist.

Geld ist mit ihr nicht zu verdienen, das Verschwinden aus dem Fernsehen macht es noch schlimmer: Selbst Weltklasse-Athleten, die die deutsche Leichtathletik durchaus wieder hat, können sich kaum für Sponsoren vermarkten. Hinzu kommt, wie schon erwähnt, das die Sportart als solche keine Präsens zeigen kann, um mit Erfolgen oder Vorbildern Nachwuchs zu begeistern.

Auch deutsche Spitzenleichtathleten äußern sich ähnlich. Nadine Kleinert, Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele von Athen (Kugelstoßen), sagte auf leichtathletik.de: „Wie sollen in der Leichtathletik denn noch Leute hochkommen, wenn es nie im Fernsehen übertragen wird?“ und weiter: „Mich würde es nicht wundern, wenn es die Leichtathletik irgendwann gar nicht mehr gibt.“

Als 2009 die WM in Berlin stattfand, gab das dieser Sportart den erhofften Schwung. Auch an Erfolgen mangelt es nicht: 9 Medaillen holte das deutsche Team bei der Heim-WM. Vergangenes Jahr gab es bei der EM 16-mal Edelmetall für deutsche Athleten. Ich kann nur hoffen, dass der Spaß der Athleten und Fans, sowie die Bemühungen der Funktionäre und der vielen ehrenamtlichen Helfer und Trainer in den Vereinen, nicht zunichte gemacht werden.

Vielleicht klappt es, dass wenigstens Eurosport die Wettkämpfe überträgt, trotz nerviger Werbepausen. Vielleicht kann auch Druck und Protest von Seiten der Zuschauer zu einen Umdenken bei den Verantwortlichen von ARD und ZDF führen. Wichtig ist in beiden Fällen, dass deutlich gemacht wird: Die Wettkämpfe sollten in voller Länge und live übertragen werden und würden viele interessieren. Wenn das nicht gelingt, wird es (von meinen Gebühren) wohl auch in Zukunft überwiegend Schnee im deutschen TV-Sport geben. Mit all seinen Konsequenzen.

Diesen Beitrag von mir erschien am Donnerstag bereits auf vorwaerts.de

6 Punkte zum TV-Duell

tvd1Am Tag danach. Eine Nacht drüber geschlafen, die Berichterstattung und Partei-Propaganda weitestgehend ignoriert und darüber nachgedacht, was vom TV-Duell hängen geblieben ist. Hier sind meine 6 Punkte und meine Tweets von Gestern:

1. Steinmeier hat das Duell gewonnen
Steinmeier war klar der bessere Diskutant. Das lag aber weniger an der „TV-Duell-Kompetenz“ der Beiden, die etwa gleich ist, sondern daran, dass Steinmeier besser vorbereitet wirkte, zum Beispiel Zahlen im Kopf hatte. Weiterlesen

Der Irrsinn der Wahlumfragen-Berichterstattung

Oder: Wie Unterschiedlich man keine Veränderung doch bewerten kann

Heute bzw. Gestern sind die Umfragen des ARD-Deutschlandtrends und des ZDF-Politbarometers zur Bundestagswahl erschienen. Diese zeigen kaum Veränderungen! Dennoch lesen die (Online)Medien aus den beiden Umfragen die unterschiedlichsten Tendenzen ab. Wohlbemerkt, folgende Screenshots stammen alle aus Berichten (nicht Kommentaren) zu den identischen beiden Umfragen:

umfragen

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Warum sind so viele Politiker im ZDF-Fernsehrat?

Die Debatte um den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sorgt derzeit für viel Gesprächsstoff. Ich will an dieser Stelle nichts zur Person Brender oder den mutmaßlichen Motiven von Roland Koch und co. schreiben, da dazu schon genug verfasst wurde. Unter anderem folgende Texte, die ich empfehlen kann:

Was in der ganzen Debatte bisher etwas untergeht, ist die Frage „Warum hat die CDU eine Mehrheit in ZDF-Fernsehrat und ZDF-Verwaltungsrat?“. Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich die Zusammensetzung dieser Räte genau zu betrachten.

Theoretisch setz sich der Fernsehrat aus Vertretern verschiedener Bevölkerungsgruppen (z.B. Kirchen, Sport, Arbeitnehmer) zusammen. Dies soll „Binnenpluralität“, also Ausgewogenheit des Programms garantieren. Außerdem entsendet der Fernsehrat acht Vertreter in den Verwaltungsrat, welcher darüber hinaus aus fünf Vertretern der Länder und einem des Bundes besteht. Nun sind die Vertreter von Ländern und Bund aus nachvollziehbaren Gründen in der Regel Politiker. Schaut man nun auf die Fernsehratsvertreter kommen weitere Politiker hinzu! Um dies herauszufinden, ist jedoch ein wenig Recherche nötig, da Parteizugehörigkeit leider nicht transperent gemacht wird! 

Besteht das Abbild der Bevölkerungsgruppen also nur aus CDU und SPD Politikern? Beileibe nicht. Aber in den Fernsehrat kommen viele Politiker über Umwege. Einige Beispiele

  • Vertreterin Deutscher Städtetag:
    Petra Roth (CDU)
  • Vertreter Zentralverband des Deutschen Handwerks:
    Hanns-Eberhard Schleyer (CDU)
  • Vertreter Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände:
    Reinhard Göhner (CDU)
  • Gewerkschaftsvertreter:
    Michael Sommer (SPD)
  • Vertreter des Bundes der Vertriebenen:
    Erika Steinbach (CDU)

Hinzu kommen Vertreter des Bundes und der Länder (klar, Politiker) und –überrascht es noch irgendwen- Vertreter der Parteien (wohlbemerkt je vier aus Union und SPD, jedoch nur je einer aus FDP, Grünen und Linke). Natürlich gibt es auch ZDF-Fernsehratsmitglieder, die keiner Partei angehören, aber nur vergleichbar wenige.

Ob die ZDF-Fernsehratsmitglieder mit Parteibuch jeweils ihre Partei oder ihre eigentliche Rolle vertreten, kann man natürlich nur schwer sagen. Eine solche Häufung von Politikern ist aber mindestens bedenklich. Ich möchte jeden einladen, sich selbst ein Bild zu machen. Die Mitglieder sind öffentlich einsehbar. Schaut wer euch da (angeblich) repräsentiert. Und solche Räte gibt es natürlich nicht nur im ZDF, sondern in allen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten!

Quelle Zusammensetzung der Räte: www.unternehmen.zdf.de
Anmerkung: Wikipedia gibt eine stark abweichende Form an!